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Mantra – die Intranet Lösung für Confluence

Warum Social Intranets der Schlüssel zu einer besseren Zusammenarbeit am Arbeitsplatz sind

Ein Arbeitsplatz im Wandel

Ebenso wie sich die Arbeitswelt verändert, wandelt sich auch die Zusammenarbeit am Arbeitsplatz. Homeoffice, Künstliche Intelligenz, digitale Tools – Viele Dinge, die heute fester Bestandteil Ihres Arbeitsalltags sind, waren vor ein paar Jahren noch Zukunftsmusik. Trotz der Versuche mancher Unternehmen, ihre Mitarbeitenden wieder verstärkt ins Büro zu holen, arbeiteten laut dem Statistischen Bundesamt im Jahr 2023 weiterhin über 23 % aller Erwerbstätigen in Deutschland regelmäßig von zu Hause.

Diese Entwicklungen bringen Ihnen als Arbeitnehmer*in einerseits viele Vorteile: weniger Zeitverlust durch Pendeln, mehr Flexibilität und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Gleichzeitig entstehen durch veränderte Arbeitsbedingungen neue Hürden – gerade, wenn es um die Zusammenarbeit im Team geht. Genau diese Stolpersteine schauen wir uns jetzt genauer an.

Barrieren, die effektive Zusammenarbeit verhindern

In vielen Unternehmen arbeiten Teams längst nicht mehr an einem einzigen Standort, sondern sind über verschiedene Orte hinweg verteilt – teilweise sogar weltweit. Das bedeutet für Sie: Sie arbeiten im Team nicht nur mit Kolleg*innen vor Ort oder im Homeoffice zusammen, sondern oft auch mit Personen in anderen Städten, Ländern oder Zeitzonen. Das erschwert den täglichen Austausch erheblich.

Natürlich existiert inzwischen eine Vielzahl digitaler Tools zur Zusammenarbeit. Doch auch das kann schnell zur Herausforderung werden –– vor allem, wenn diese Tools nicht aufeinander abgestimmt sind, parallel eingesetzt werden oder ganze Bereiche und Abteilungen auf eigene, für sie passende Lösungen setzen. Die Folge: Absprachen werden unklar, Ziele schwer erreichbar, und es fehlt eine zentrale Anlaufstelle, um Informationen strukturiert bereitzustellen. Wissenslücken entstehen und man verbringt viel Zeit damit, nach den richtigen Informationen oder Ansprechpersonen zu suchen.

So chaotisch muss dein Arbeitsalltag aber nicht aussehen. Mit einem modernen Social Intranet lässt sich die Kollaboration in Ihrem Team effektiv gestalten – strukturiert, transparent und zugänglich für alle.

Social Intranets – Bereit für die Zukunft

Beim Stichwort Intranet denken viele noch an veraltete Informationssysteme mit trockenen Texten und sperriger Navigation. Doch moderne Social Intranets sind weit mehr als das: Sie bringen Teams zusammen, vereinfachen Kommunikation und Arbeitsabläufe – und steigern ganz nebenbei deine Produktivität.

Ein Social Intranet wie Mantra für Confluence wird zur zentralen Plattform, auf der Sie mit Kolleg*innen in Kontakt treten, Informationen abrufen und sich aktiv einbringen können. Sie erhalten alle für Sie relevanten Nachrichten und Neuigkeiten gebündelt an einem Ort. Über Diskussionsformate, Umfragen oder Kommentare können Sie sich direkt beteiligen, eigene Beiträge posten und Erfolge mit anderen teilen.

Das integrierte Mitarbeitendenverzeichnis hilft Ihnen dabei, jederzeit die richtige Ansprechperson für ein Thema zu finden – und gezielt die passenden Expert*innen für Ihr nächstes Projekt zu identifizieren. Informationen und Wissen werden strukturiert abgelegt und bleiben jederzeit auffindbar. So erhalten Sie genau dann Zugriff, wenn Sie es brauchen – egal, wo Sie gerade arbeiten.

Mantra – dein Social Intranet für Confluence

Moderne Kommunikation braucht ein zeitgemäßes Nutzungserlebnis – intuitiv, visuell und interaktiv. Mantra orientiert sich deshalb bewusst an den Oberflächen und Mechanismen, die Sie schon aus sozialen Netzwerken kennen: klare Strukturen, visuelles Storytelling, einfache Beteiligung.

Statt trockener Intranetseiten bietet Mantra ein lebendiges, ansprechend gestaltetes Umfeld, das Informationen leicht greifbar macht und Mitarbeitende aktiv einbindet. Dabei bleibt die Basis, Confluence – ergänzt um genau die Funktionen, die den Arbeitsalltag spürbar verbessern.

Sie möchten die visuelle Gestaltung all Ihrer Confluence-Seiten verbessern? Dann nutzen Sie Aura Makros zum Formatieren Ihres Contents. Aura lässt sich auch perfekt in Kombination mit Mantra einsetzen. Dank folgender Vorteile starten Sie mit Ihrem Mantra Social Internet durch:

1. Vollständig in Confluence integriert – das Herz des Unternehmens
Mantra fügt sich nahtlos in bestehende Confluence-Instanzen ein und bringt alles zusammen, was Sie für Ihre Arbeit brauchen: Von der Wissensplattform über die Projektdokumentation bis hin zum Social Intranet. Mit nur einem Log-in haben Sie und Ihr Team Zugriff auf alle relevanten Funktionen. Das Mantra-Dashboard wird zu Ihrer neuen Startseite, auf der Sie alle Infos immer griffbereit haben. So wird Confluence attraktiver und zu einem echten Mittelpunkt des Unternehmens.

2. Individuell gestaltbare Dashboards – Relevanz statt Informationsflut
Jedes Team arbeitet anders – genau das berücksichtigt Mantra. Über individuell konfigurierbare Dashboards erhalten alle genau die Inhalte, die relevant für sie sind: aktuelle News, Projektfortschritte, Team-Updates oder bevorstehende Events. Das reduziert Suchzeiten und lenkt die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche.

3. Strukturiertes Wissensmanagement – Wissen sicher bewahren und weitergeben
Mit Mantra wird Confluence zur Wissenszentrale Ihres Unternehmens. Inhalte lassen sich logisch strukturieren, einfach durchsuchen und gemeinsam bearbeiten. So geht kein wertvolles Wissen verloren – und neue Kolleg*innen finden sich schneller zurecht.

4. Echte Beteiligung – durch News, Events und Umfragen
Engagement entsteht nicht durch Informationen allein, sondern durch Interaktion. Über integrierte News-Formate, Veranstaltungsseiten, Feedback-Funktionen und Umfragen wird Kommunikation lebendig – und alle Mitarbeitenden können sich aktiv einbringen. Das stärkt den Teamzusammenhalt, fördert die Identifikation mit dem Unternehmen und verbessert die Feedbackkultur.

5. Integration externer Inhalte und Tools – alles an einem Ort
Ob interne Systeme, externe Services oder Tools wie Jira und Trello – Mantra bindet sie direkt ins Intranet ein. Dashboards, Berichte oder Umfragen lassen sich problemlos integrieren. So entsteht eine zentrale Plattform mit einem ganzheitlichen Blick auf die Arbeitswelt Ihres Unternehmens.

6. Einheitliches Design und Corporate Branding
Ob interne Systeme, externe Services oder Tools wie Jira und Trello – Mantra bindet sie direkt Dank umfangreicher Anpassungsmöglichkeiten spiegelt Mantra das Corporate Design Ihres Unternehmens vollständig wider: vom Logo über Farbwelt und Typografie bis hin zur Tonalität. Das stärkt die Identifikation mit der Plattform und erhöht die Akzeptanz der Mitarbeitenden.

7. Communities, Social Post und Erfolge feiern – Verbindungen, die zählen
Mit Mantra erhalten Sie die Möglichkeit auch mit Kolleg*innen aus unterschiedlichen  Unternehmensstandorten in Kontakt zu treten und sich auszutauschen. Sie können Posts verfassen, sich in einer Community austauschen und durch den Geburtstags- und Jubiläumskalender verpassen Sie keine wichtigen Termine. Auch Erfolge können können so mit allein geteilt werden und erhalten die Aufmerksamkeit, die ihnen gebührt. Alles in allem hilft Mantra dabei, Ihr Team auf einer persönlicheren Ebene zusammenzubringen.  

Fazit: Zusammenarbeit braucht Struktur, Sichtbarkeit und Beteiligung

In einer Arbeitswelt, die zunehmend vernetzt, dezentral und dynamisch ist, braucht es mehr als nur einzelne Tools. Es braucht eine zentrale Plattform, die Kommunikation, Transparenz und Orientierung vereint – genau das leistet Mantra für Confluence.

Egal, ob Sie Menschen vernetzen, Wissen zugänglich machen oder Beteiligung fördern möchten: Mit Mantra schaffen Sie eine digitale Umgebung, die Zusammenarbeit wirklich möglich macht – offen, strukturiert und visuell ansprechend.

Neugierig geworden? Dann entdecken Sie, wie Mantra Teamarbeit aufs nächste Level hebt – wir freuen uns auf Sie!

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Vom Modelljahr zum Software-Update

Wie Software den Lebenszyklus moderner Fahrzeuge neu definiert

Aber diese Logik ändert sich gerade. Mit der richtigen Softwarearchitektur kann das Auto zu einer Plattform für kontinuierliche Verbesserungen werden – zu einem Produkt, das sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt, verfeinert und optimiert, selbst nachdem es das Werk verlassen hat.

Dieser Wandel erfordert eine neue Denkweise: in Bezug auf Produkte, Organisationen und Geschäftsmodelle.

Entkopplung, die das Spiel verändert

Im Zentrum dieser Veränderung steht die Entkopplung von Software und Hardware. In herkömmlichen Fahrzeugplattformen sind Funktionen oft eng mit bestimmten Steuergeräten, Sensoren und Elektronikkomponenten verknüpft. Dies macht jeden Austausch von Komponenten kostspielig in Bezug auf die Entwicklungszeit und erfordert oft das mehrfache Neuschreiben derselben Funktion.

Die Möglichkeit, Software unabhängig vom Produktzyklus der Hardware zu entwickeln, ermöglicht einen Wechsel von sequenzieller zu kontinuierlicher Entwicklung. Dies führt zu kürzeren Entwicklungszyklen, größerer Skalierbarkeit und einer besseren Nutzung von Ressourcen.

Aber es geht nicht immer darum, später neue Funktionen hinzuzufügen – es geht darum, bestehende Funktionen nicht neu erstellen zu müssen. Ein großer Teil der Entwicklungszeit wird heute für die Portierung bestehender Funktionen auf neue Hardware aufgewendet, oft aufgrund von auslaufenden oder ersetzten Komponenten. Mit der richtigen Architektur kann die Anwendungslogik von der Hardware entkoppelt werden, was den Nachbearbeitungsaufwand drastisch reduziert und eine robustere Entwicklungskette ermöglicht. Außerdem ermöglicht dies häufigere Modellneuvorstellungen und kürzere Zyklen – was die traditionelle Denkweise in Bezug auf Modelljahre in Frage stellt.

Mehrere Autos und ein Lkw fahren auf einer geschwungenen Uferstraße entlang eines Flusses, während im Hintergrund unscharfe Stadtgebäude und Verkehr zu sehen sind.

Von verteilter zu zentraler Elektronik

Herkömmliche Fahrzeugarchitekturen bestehen aus einer Vielzahl verteilter Steuergeräte, wobei jedes Steuergerät eine bestimmte Funktion verwaltet. Dies hat zu fragmentierten Systemen, komplexer Fehlerbehebung und eingeschränkter Wiederverwendbarkeit geführt.

Moderne Software-Defined Vehicle (SDV)-Architekturen tendieren zunehmend zur Zentralisierung – sie konsolidieren Funktionen in weniger, aber leistungsstärkeren Recheneinheiten, die mehrere Systeme parallel verwalten können. Dies kann die Verkabelung vereinfachen, physische Redundanzen reduzieren und die Bedingungen für die gemeinsame Nutzung von Ressourcen zwischen Funktionen verbessern.

Zentralisierung reduziert jedoch nicht unbedingt die Komplexität – sie verteilt sie neu und verlagert sie oft von der Hardware- auf die Software- und Architekturebene. Mit weniger, aber leistungsfähigeren Knoten steigt der Bedarf an einer klaren Architektur für Isolation, Echtzeitleistung, Redundanz und sicherheitskritische Funktionen. Beispielsweise sind neue Muster für die Partitionierung, die Fallback-Behandlung und die Qualitätssicherung von Software erforderlich, die auf gemeinsam genutzter Hardware ausgeführt wird.

Das Design von Zonenarchitekturen und der Übergang vom klassischen AUTOSAR zu beispielsweise Adaptive AUTOSAR ist in diesem Wandel von entscheidender Bedeutung – insbesondere, um eine dynamische Softwarebereitstellung und zukünftige OTA-Updates ganzer Subsysteme zu ermöglichen.

Was braucht es, um dorthin zu gelangen?

Die Entkopplung ist nicht nur ein technisches Detail – sie ist eine strategische Entscheidung, die sich auf das gesamte Entwicklungsmodell auswirkt. Eine gut konzipierte Basissoftware in Kombination mit klar definierten Schnittstellen und einer durchdachten Komponentenarchitektur ermöglicht eine hohe Wiederverwendbarkeit von Code über verschiedene Modelle und Generationen hinweg.

Dies erfordert:

  • Eine klare Softwarearchitektur, die Verantwortlichkeiten, Abhängigkeiten und die Isolation zwischen Funktionen definiert
  • CI/CD-Pipelines, die sowohl fahrzeugspezifische Verifizierungsanforderungen als auch kontinuierliche Integration unterstützen
  • Funktionsübergreifende Teams, die in der Lage sind, ganze Funktionen zu übernehmen – von der Entwicklung bis zum Einsatz vor Ort

Middleware spielt hier eine Schlüsselrolle. Sie fungiert als Drehscheibe zwischen Hardware und Anwendung und abstrahiert die Komplexität unterschiedlicher Hardwareplattformen. Durch die Verwaltung von Ressourcen, die Bereitstellung standardisierter APIs und die Ermöglichung von Virtualisierung bildet Middleware ein technisches Rückgrat für Portabilität und Wiederverwendbarkeit in einem bisher schwer zu erreichenden Umfang.

Mit zunehmender Konnektivität, OTA-Updates und externen APIs steigt auch die Verantwortung. Cybersicherheit und Datenschutz können nicht mehr am Ende der Entwicklung hinzugefügt werden – sie müssen von Anfang an in die Architektur eingebettet werden.

Sicherheitskritische Funktionen müssen isoliert, Updates signiert und validiert werden, und die gesamte Datenverarbeitung muss strengen Vorschriften entsprechen – einschließlich der DSGVO und branchenspezifischer Standards wie UNECE R155 und ISO/SAE 21.

Organisatorische Transformation in der Praxis

Technische Transformation muss durch organisatorische Strukturen unterstützt werden. OEMs, die funktionsbasierte Silos aufbrechen und Teams mit durchgängiger Verantwortung – von der Idee bis zum OTA-Update – bilden, berichten von einer verbesserten Entwicklungsgeschwindigkeit und Produktqualität.

Gleichzeitig verändert sich die Beziehung zu den Zulieferern. Anstelle linearer Ketten entstehen plattformbasierte Kooperationen, in denen OEMs, Tier-1-Zulieferer und Technologieunternehmen gemeinsam an gemeinsamen APIs, Datenmodellen und Lebenszyklusstrategien arbeiten. Dies erfordert ein neues Maß an technischer Führungskompetenz und Offenheit im gesamten Ökosystem.

Das Auto der Zukunft ist immer uptodate

Die strategischen Geschäftsvorteile liegen auf der Hand: schnellere Markteinführung, kürzere Aktualisierungszyklen und bessere Skalierbarkeit von Innovationen über Produktlinien hinweg. Gleichzeitig entstehen neue Umsatzmodelle durch servicebasierte Angebote, Abonnementfunktionen und verlängerte Fahrzeuglebensdauern.

Mit längeren Fahrzeuglebensdauern gehen jedoch auch neue Anforderungen einher. Die Verwaltung des gesamten Software-Lebenszyklus – von der ersten Entwicklung über den Support und Updates bis hin zur Außerbetriebnahme – wird zu einer neuen Herausforderung für die Branche.

OEMs benötigen Strategien, um die Kompatibilität mit älterer Hardware aufrechtzuerhalten, die Veralterung von Komponenten zu bewältigen und sicherzustellen, dass auch Fahrzeuge, die seit zehn bis fünfzehn Jahren auf der Straße sind, weiterhin wichtige Updates und Sicherheitspatches erhalten können.

Letztendlich wird der Wert des Fahrzeugs von morgen nicht nur in dem liegen, was in ihm eingebaut ist, sondern in seiner Fähigkeit, sich nach der Auslieferung kontinuierlich zu verbessern.
Daten werden zu einem Vermögenswert. APIs werden zu Geschäftsschnittstellen. Das Produkt wird zu einer Plattform.

Abschließende Gedanken

Bei der Umstellung auf softwaredefinierte Fahrzeuge geht es nicht nur um Technologie, sondern auch um Architektur, Systemdenken und Zusammenarbeit. Um erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen in der Lage sein, sowohl mit hoher technischer Komplexität als auch mit weitreichenden geschäftlichen Auswirkungen umzugehen.

Und genau an dieser Schnittstelle – zwischen Systemarchitektur, agiler Entwicklung und strategischen Technologiekompetenzen – machen starke Entwicklungspartner den Unterschied.

Möchten Sie wissen, wie HiQ Sie auf diesem Weg unterstützen kann?
Lassen Sie uns darüber sprechen – wir erzählen Ihnen gerne mehr.

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HiQ deckt jeden Aspekt der agilen Softwareentwicklung ab: von Web Application, Microservices, und Mobile Development bis IoT.

Digitale Barrierefreiheit

Das sollten Unternehmen wissen.

Digitale Barrierefreiheit bedeutet, dass alle Menschen – auch Menschen mit Behinderungen – digitale Produkte und Dienstleistungen uneingeschränkt nutzen können. Laut der UN-Behindertenrechtskonvention ist Barrierefreiheit ein grundlegendes Menschenrecht. Dennoch sind viele digitale Lösungen heute nicht barrierefrei und stellen somit Hindernisse für einen erheblichen Teil der Bevölkerung dar.

Um das zu ändern, tritt zum 28. Juni 2025 das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz in Kraft, das die europäische Richtlinie zur Barrierefreiheit European Accessibility Act (EAA) umsetzt. Ab diesem Zeitpunkt müssen viele Unternehmen und Organisationen neue Anforderungen an die Barrierefreiheit erfüllen, um ihre Produkte und Dienstleistungen weiterhin innerhalb der EU anbieten zu dürfen.

Europäische Richtlinie zur Barrierefreiheit

Ziel des European Accessibility Act ist es, digitale Barrierefreiheitsanforderungen EU-weit zu vereinheitlichen. Er gilt für Produkte und Dienstleistungen in folgenden Bereichen:

  • E-Commerce: Online-Shops und digitale Marktplätze müssen vollständig zugänglich sein, z. B. durch Unterstützung für Screenreader, Tastaturnavigation und klar erkennbare Bedienelemente.
  • Bankdienstleistungen: Online-Banking-Plattformen und Geldautomaten müssen barrierefreie Oberflächen bieten, z. B. Screenreader-Kompatibilität, alternative Authentifizierungsmethoden und hohe Kontraste für sehbehinderte Menschen.
  • Elektronische Kommunikation: Dienste wie E-Mail und Kundenportale müssen so gestaltet sein, dass sie auch von Personen mit motorischen oder kognitiven Einschränkungen genutzt werden können.
  • E-Books: Plattformen und Lesegeräte für E-Books müssen Funktionen wie Alternativtexte, anpassbare Schriftarten und Text-to-Speech-Kompatibilität bieten.
  • Verkehrsdienste: Digitale Buchungssysteme für den öffentlichen Nah- und Fernverkehr, Flüge, Züge und Busse müssen für Menschen mit Mobilitäts- oder kognitiven Einschränkungen zugänglich sein.
  • Audiovisuelle Mediendienste: TV- und Streaming-Dienste müssen Funktionen wie Untertitel, Audiodeskriptionen und Gebärdensprache unterstützen.

Weitere betroffene Kategorien sind unter anderem: Computer und Betriebssysteme, Smartphones und andere Kommunikationsgeräte sowie Notrufe unter der EU-Notrufnummer 112.

Laptop on coffee table

Produkte und Dienstleistungen in diesen Bereichen müssen den Anforderungen der Norm EN 301 549 entsprechen, die auf den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.1 AA basiert. In manchen Fällen ist auch WCAG 2.2 AA relevant. Zu den Anforderungen gehören unter anderem:

  • Alternativtexte für Bilder und Medien
  • Ausreichende Kontraste zwischen Text und Hintergrund
  • Bedienbarkeit und Navigation per Tastatur
  • Anpassbare Schriftgrößen und Abstände
  • Klare Sprache und logisch strukturierte Inhalte

Erfüllen Organisationen die Anforderungen nicht, drohen rechtliche Konsequenzen. Dazu zählen Bußgelder durch nationale Aufsichtsbehörden, ein Vermarktungsverbot innerhalb der EU sowie Klagen von Endnutzern. Diese können Barrieren melden und Verbesserungen oder Schadenersatz fordern.

Zentrale Anforderungen – was müssen Unternehmen tun?

Um konform zu handeln, sollten Unternehmen folgende Schritte umsetzen:

Führen Sie ein Accessibility-Audit durch, um Lücken in bestehenden digitalen Lösungen zu identifizieren. Automatisierte Tools wie axe DevTools, WAVE oder Lighthouse erkennen technische Schwachstellen – sie erfassen jedoch nicht alles. Ergänzen Sie die Analyse daher durch manuelle Prüfungen und Usability-Tests mit echten Nutzer:innen.

Setzen Sie Maßnahmen gemäß den Web Content Accessibility Guidelines 2.1 (WCAG 2.1) um – dabei gelten die vier POUR-Prinzipien:

  • Perceivable (wahrnehmbar): Informationen müssen für alle zugänglich sein, unabhängig von sensorischen Einschränkungen. Zum Beispiel durch Alternativtexte, ausreichende Kontraste und anpassbare Schriftgrößen.
  • Operable (bedienbar): Navigation und Interaktion müssen mit unterstützenden Technologien funktionieren, etwa durch Tastaturnavigation und vorhersehbare Interaktionen.
  • Understandable (verständlich): Inhalte müssen leicht lesbar und verständlich sein – z. B. durch einfache Sprache und konsistentes Design.
  • Robust (robust): Inhalte müssen mit verschiedenen technischen Lösungen kompatibel sein – z. B. mit Screenreadern oder KI-basierten Assistenten.

Schulen Sie Ihre Mitarbeitenden in digitaler Barrierefreiheit – insbesondere Designer:innen, Entwickler:innen und Content-Verantwortliche sollten wissen, wie barrierefreie Inhalte gestaltet werden.

Achten Sie auf barrierefreie Beschaffung. Wenn Sie Dienstleistungen einkaufen, müssen Barrierefreiheitsanforderungen vertraglich geregelt werden.

Dokumentieren und berichten Sie systematisch. Entwickeln Sie klare Routinen zur Umsetzung und Prüfung von Barrierefreiheit. Dazu gehören regelmäßige Audits und eine öffentlich zugängliche, regelmäßig aktualisierte Accessibility-Erklärung.

Ein inklusives digitales Erlebnis ist mehr als nur gesetzliche Pflicht – es schafft Mehrwert, stärkt die Marke eines Unternehmens und öffnet Firmenangebote für ein breiteres Publikum.

Herausforderungen – und wie Sie sie vermeiden

Viele Organisationen stoßen bei der Umsetzung digitaler Barrierefreiheit auf ähnliche Herausforderungen. Hier sind die häufigsten – und wie Sie ihnen begegnen:

Unklarheit über die Anforderungen:
Oft wird unterschätzt, wie komplex Barrierefreiheit tatsächlich ist. Die reine Einhaltung von WCAG-Grundlagen reicht nicht. Außerdem sind die Richtlinien nicht immer leicht zu interpretieren – deshalb ist es wichtig, Ihre Teams zu schulen und Fachleute einzubeziehen. Automatisierte Tools helfen beim Einstieg, doch Tests mit echten Nutzer:innen sind unerlässlich, um reale Hürden zu erkennen.

Zu späte Umsetzung:
Wer mit der Umsetzung bis kurz vor dem Stichtag wartet, riskiert teure Notlösungen. Beginnen Sie frühzeitig, priorisieren Sie Änderungen mit dem größten Nutzen für die Nutzerfreundlichkeit – und integrieren Sie Barrierefreiheit dauerhaft in Ihre Entwicklungsprozesse.

Fehlende Usability-Tests mit Betroffenen:
Auch wenn eine Website technisch WCAG-konform ist, bedeutet das nicht automatisch gute Nutzbarkeit. Nur durch Tests mit Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen lassen sich echte Barrieren erkennen. Ohne diese Tests riskieren Sie Lösungen, die zwar „auf dem Papier“ gut aussehen, aber in der Praxis schwer zu bedienen sind.

Unzureichende Schulung im Unternehmen:
Barrierefreiheit ist keine einmalige Aufgabe für Entwickler:innen. Sie erfordert eine langfristige Strategie, in der alle – von Content-Erstellung bis Support – das Thema verstehen. Schulungen und klare interne Guidelines sorgen dafür, dass das Wissen aktuell bleibt und angewendet wird.

Widerstände und Ressourcenmangel:
Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Barrierefreiheit zeit- und kostenintensiv sei. Tatsächlich verursachen nicht-barrierefreie Lösungen langfristig höhere Kosten – etwa durch rechtliche Risiken, Imageverluste oder Nutzerabwanderung. Machen Sie die Vorteile sichtbar und zeigen Sie: Barrierefreiheit ist eine Investition, kein Kostenfaktor.

Checkliste: So gelingt der Einstieg

Ein strukturierter Plan ist entscheidend für den Erfolg. Hier ist Ihre praktische Checkliste für den Start in die barrierefreie Zukunft:

  1. Accessibility-Audit durchführen: Technische und nutzungsbezogene Lücken identifizieren
  2. Teams schulen: Entwickler:innen, Designer:innen und Autor:innen mit WCAG 2.1 AA vertraut machen
  3. Websites und digitale Services anpassen: Verbesserungen priorisieren und umsetzen
  4. Mit echten Nutzer:innen testen: Verschiedene Anforderungen einbeziehen
  5. Führungskräfte und Mitarbeitende sensibilisieren: Verständnis und Unterstützung sichern
  6. Externe Dienstleister prüfen: Vertraglich sicherstellen, dass Standards eingehalten werden
  7. Dokumentieren und berichten: Accessibility-Plan erstellen und öffentlich kommunizieren

Indem Sie diese Schritte umsetzen, schaffen Sie ein inklusives digitales Umfeld, senken rechtliche Risiken und stärken Ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Denn Barrierefreiheit verbessert die Nutzererfahrung für alle – nicht nur für Menschen mit Behinderungen. Unternehmen, die barrierefreie Lösungen implementieren, profitieren häufig von positiven Effekten auf SEO, Kundenbindung und Conversion Rates. Zudem lassen sich rechtliche Risiken und spätere Kosten für nachträgliche Anpassungen reduzieren.

Und denken Sie daran: Barrierefreiheit beginnt nicht am Ende eines Projekts, sondern mit der Art und Weise, wie Sie Ihre digitalen Produkte von Anfang an gestalten. Unsere agilen Softwareentwicklungs-Services bei HiQ helfen Ihnen dabei. Jetzt starten – Juli 2025 steht vor der Tür.

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Smarter arbeiten mit Rovo Agents

Eigene KI-Assistenten erstellen – Schritt für Schritt mit Atlassian Rovo

Erst kürzlich hat Atlassian angekündigt, seine Enterprise-AI-Lösung Rovo für die Mehrheit seiner Cloud-Kunden ohne Zusatzkosten bereitzustellen. Aktuell beginnt die Einführung mit Zugriff für Premium- und Enterprise-User von Jira, Confluence und Jira Service Management; der Zugang für Standard-User folgt in Kürze.

Rovo umfasst mehrere Komponenten, darunter Rovo Search als mächtige Suche über alle Atlassian-Lösungen hinweg; und Rovo Chat als ein KI-Kollege, der Fragen beantwortet und intelligente Vorschläge liefert; sowie die Rovo Agents.

Was sind Rovo Agents?

Stellen Sie sich Rovo Agents als sofort einsatzbereite und maßgeschneiderte spezialisierte KI-Teamkollegen vor, die bereit sind, mit Ihnen zusammenzuarbeiten. Sie basieren auf der Plattform von Atlassian und gehen über einfache Automatisierung hinaus. Sie können:

  • Jira-Backlogs bereinigen
  • Release Notes erstellen
  • Aufgaben nach Themen organisieren
  • Meetings zusammenfassen
  • Feedback analysieren
  • und vieles mehr – vollständig integriert in Ihre vorhandenen Atlassian-Tools und Workflows.

Sie können mit einem der 20 vorgefertigten Rovo-Agents beginnen oder eigene Agenten erstellen, die auf die spezifischen Bedürfnisse Ihres Teams zugeschnitten sind. Womit wir zum nächsten Punkt kommen: drei Beispiele für Rovo-Agents.

Beispiele von Rovo Agents

So erstellen Sie Ihren eigenen Rovo Agent

Die Erstellung eines eigenen Rovo Agents ist unkompliziert und erfordert keine technischen Vorkenntnisse. Die Einrichtung erfolgt über ein geführtes No-Code-Interface direkt im Produkt: 

  1. Definieren Sie den Zweck Ihres Agenten | Beantworten Sie zuerst diese drei grundlegende Fragen:
  • Rolle: Wer nutzt den Agenten? (z. B. Produktmanager:in).
  • Ziel: Was soll der Agent erreichen? (z. B. Backlog bereinigen)
  • Einsatzgebiet: Wo wird der Agent aktiv sein? (z. B. in Jira)

Als Beispiel: Eine Produktmanagerin erstellt einen Agent, der doppelte Tickets erkennt, fehlende Angaben kennzeichnet und die Einhaltung von Label-Vorgaben überprüft.

  1. Konfigurieren Sie den Agenten. | Fügen Sie nun die Details hinzu:
  • Name & Beschreibung: Wählen Sie einen aussagekräftigen Namen, z. B. „Release Manager Agent“, und eine kurze Beschreibung.
  • Anweisungen: Definieren Sie das Verhalten des Agenten mithilfe eines Prompts in natürlicher Sprache.
  • Wissensbasis: Verknüpfen Sie relevante Datenquellen, z. B. Confluence-Beriche, Google-Drive-Ordner oder Jira-Projekte.
  • Aktionen: Wählen Sie bis zu fünf Aktionen aus, z. B. Seiten erstellen, Issues verschieben oder Inhalte analysieren.
  • Beispiel-Prompts: Geben Sie Usern Einstiegsprompts wie „Was ist der Status der offenen Bugs?” an die Hand.

Rovo ist dafür gemacht, Unternehmenswissen sicher zu erschließen, komplexe Daten in maßgeschneiderte Einblicke umzuwandeln und die Entscheidungsfindung für eine noch effizientere Teamarbeit zu beschleunigen.

Rovo Agents bieten Teams zwei besonders wertvolle Vorteile. Erstens ermöglichen sie erhebliche Zeitersparnisse, indem sie wiederkehrende Aufgaben automatisieren – etwa das Zusammenfassen von Meeting-Transkripten oder das Gruppieren von Jira-Issues – und so wöchentlich viele Arbeitsstunden einsparen. Zweitens unterstützen sie die Qualitätssicherung, indem sie vordefinierte Frameworks konsequent anwenden und Teams helfen, interne Standards und Best Practices einzuhalten.

Und damit kommen wir zum letzten Punkt dieses Artikels: fünf bewährte Tipps für den erfolgreichen Einsatz von Rovo Agents.

Erfolgreich Arbeiten mit Rovo Agents

Damit Ihre Agents maximalen Nutzen stiften, empfehlen wir folgende Vorgehensweise: 

  1. Fangen Sie klein und fokussiert an: Erstellen Sie zunächst Agenten mit klar definierten Aufgaben. Erweitern Sie ihre Fähigkeiten schrittweise nach Bedarf.
  2. Testen Sie, bevor Sie automatisieren: Chatten Sie zunächst manuell mit dem Agenten. Überprüfen Sie sein Verhalten, bevor Sie ihn in kritische Arbeitsabläufe einbinden.
  3. Geben Sie gezieltes Feedback: Wenn der Agent einen Fehler macht, fragen Sie ihn nach dem Grund und verfeinern Sie dann seine Anweisungen. Iteration ist der Schlüssel.
  4. Sorgen Sie für Transparenz: Jeder Agent sollte ein Profil haben, aus dem sein Zweck und seine Fähigkeiten hervorgehen. Das schafft Vertrauen und fördert die Akzeptanz.
  5. Verwenden Sie Beispiele: Musteraufforderungen helfen dem Agenten, besser zu arbeiten. Zeigen Sie ihm anhand von relevanten, realen Szenarien, wie er reagieren soll.

Fazit: Kleine Helfer, große Wirkung

Rovo Agents bringen die Vorteile künstlicher Intelligenz direkt in Ihre tägliche Arbeit – ganz ohne komplexe Implementierung oder tiefes technisches Know-how. Agenten sparen Ihnen Zeit, sorgen für mehr Übersicht und ermöglichen es, sich auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt.

Sind Sie neugierig, wie Rovo-Agenten in Ihr Atlassian-Ökosystem passen? Wir helfen Ihnen gern. Erfahren Sie mehr über unser gesamtes Angebot an Atlassian-Services.

Möchten Sie noch mehr praxisnahe Tipps und Live-Demos?

Dann melden Sie sich zu unserem kostenlosen Webinar am 22. Mai an und erfahren Sie, wie Sie Atlassian Rovo optimal in Ihrem Arbeitsalltag einsetzen – mit konkreten Use Cases und Expertenwissen.

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Ein junger Mann mit blauer Brille lächelt in die Kamera vor einfarbig rosa Hintergrund und trägt ein bordeauxfarbenes T‑Shirt mit Text „JACK&JONES“.

Christian Six

Atlassian Consultant

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