Autor: Ramona Daub
Die Atlassian Community aus Fachleuten versammelte sich vom 30. April bis 02. in Las Vegas zu diesem unverzichtbaren Treffen für Atlassian Nutzer, Partner, Administratoren und Entwickler.
Die Atlassian Team ist ein Muss für alle, die sich in der Welt von Atlassian bewegen. Neben aufschlussreichen Workshops, inspirierenden Keynotes und wertvollen Networking-Möglichkeiten standen vor allem die neuesten Entwicklungen bei Atlassian im Vordergrund. Gemeinsam haben wir nicht nur Atlassian und die Partnerschaften gefeiert, sondern alles, was die Community so besonders macht.
Natürlich waren auch wir, als stolzer Platinum Solution Partner, spezialisiert auf ITSM und Cloud, dabei und teilen gerne unsere Eindrücke mit Ihnen.

Die Highlights
Ein neuer Slogan von Atlassian lautet: „Impossible alone. Possible together.“ Diese Worte spiegeln perfekt die Vision von Atlassian wider, dass gemeinsame Anstrengungen und Zusammenarbeit uns allen helfen, das Unmögliche möglich zu machen.
Sherif Mansour, Head of Product bei Atlassian, teilte einige inspirierende Einblicke während seiner Präsentationen. Er betonte die Bedeutung von kundenorientierter KI-Entwicklung und die Notwendigkeit, Produkte intuitiver zu gestalten.
Der erste Tag stand im Zeichen der Seibert Partner Info Session, bei der Produktupdates, interessante Panel-Diskussionen und inspirierende Kunden-Cases präsentiert wurden. Unter anderem wurde Mantra für Confluence Cloud vorgestellt, welches eine personalisierte Plattform mit einem modernen Design für die interne Kommunikation ermöglicht. Es können individuelle Dashboards, Navigations-Leisten, Events, Nachrichten und Beiträge erstellt werden, um die Zusammenarbeit schlanker zu gestalten und eine effektivere Verwaltung zu ermöglichen.
Besonders hervorzuheben war die anschließende lebhafte Diskussion über Hosting DC vs. Cloud und die aufregende AI Roadmap von Atlassian.
An den Tagen 2 und 3 wurden wir Zeugen fesselnder Keynotes und Diskussionen, darunter „Winning Together / Unlocking Growth with Partner and direct Team Collaboration“ und „Be demand ready: strategies for connecting partner value to customer need“. Wir hatten auch das Privileg, uns mit k15t zu treffen und wertvolle Einblicke in deren Produkte und Lösungen zu gewinnen.
Collaboration und Partnerschaft als Basis für eine gute Zusammenarbeit
Partnerschaft ist ein Schlüsselfaktor für den gemeinsamen Erfolg. In einer sehr guten Austausch-Session zwischen den Solution Partners und den App Herstellern konnten die gemeinsamen Synergien entwickelt und eine Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit erörtert werden. Ziel ist es, den Kunden einen optimalen Service zu bieten und auch deren Feedback einfließen zu lassen.

Die Keynote von Atlassian am dritten Tag brachte aufregende Neuheiten wie Loom, Atlassian Guard und Atlassian Rovo.
Loom, die führende Video-Messaging-Plattform, kombiniert Video-Calls und Nachrichten und bietet vielfältige Anwendungsfälle. Nutzer können Videos aufzeichnen, um beispielsweise über Zeitzonen hinweg besser zu kommunizieren, Feedback zu geben oder anzufordern sowie Projekte oder Entwürfe zu besprechen und zu erklären.
Rovo präsentiert ein neues Interface für ein umfassendes Wissensmanagement und eine vereinheitlichte Sucherfahrung. Dabei wird die Atlassian Intelligence genutzt, um die Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI auf die nächste Stufe zu heben. Darüber hinaus bietet Rovo einen virtuellen, konfigurierbaren Agenten.
Die nächste Ära von Jira vereint Software- und Arbeitsmanagement in einer Plattform. Mit Upgrades durch künstliche Intelligenz bietet sie eine verbesserte Benutzererfahrung.
Darüber hinaus erhält Jira Product Discovery eine Premium-Lizenz mit zusätzlichen Funktionalitäten.
Atlassian Guard (ehemals Atlassian Access) bietet Bedrohungsschutz und erweiterte Sicherheit für Atlassian Cloud, zusammen mit bevorstehenden Funktionen in Automation und Analytics.
Zusätzlich gibt es noch viele weitere Updates, u.a.:
- Erweiterter Admin-Bereich mit Bitbucket, Trello und Loom
- Über 30 KI-gestützte Funktionen und Optimierungen
- Atlassian University wird kostenlos
Es war uns mal wieder eine Ehre, an dieser globalen Konferenz teilnehmen zu können und mit so vielen inspirierenden Menschen aus der Atlassian Community zusammenzukommen. Wir freuen uns, das Gelernte und Gehörte in unsere tägliche Arbeit einzubringen und unseren Kunden den bestmöglichen Support zu bieten.
Wir möchten uns bei Atlassian und allen Teilnehmern für dieses unvergessliche Erlebnis bedanken. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft der Arbeit!
Hier sind die Highlights der Atlassian Team ‘24 als Video:
https://events.atlassian.com/team-digital/v/s-2203549
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Künstliche Intelligenz (KI; Artificial Intelligence = AI) ist eines DER aktuellen Schlagwörter und beeinflusst nahezu jeden Bereich in unserem Alltag. Als Teilgebiet der Informatik und aufgrund der Digitalisierung der letzten Jahre, hat sich KI zu seinem sehr lebendigen Produkt entwickelt.
Dieser rasante Fortschritt scheint gerade erst Fahrt aufzunehmen und beeinflusst uns doch schon in so vielen Bereichen – von der Suche nach dem schnellsten Weg, über die nächste Serienempfehlung auf einem Streaming-Dienst bis hin zu bereits existierenden Smart-Home Geräten. Überall machen es uns die KI-Algorithmen leichter. Das hat auch zur Folge, dass sich immer mehr Unternehmen und Start-Ups auf die Technologie spezialisieren oder sich zumindest in dessen Bereich weiterentwickeln.
So auch Atlassian, der australische Anbieter von Softwarelösungen für Softwareentwickler mit seiner Atlassian Intelligence (auch AI genannt).
Was ist Atlassian Intelligence?
Die Sammlung von KI-gestützten Funktionen wird für viele Produkte angeboten und unterstützt die Leistungsfähigkeit beliebter Cloud-Produkte, wie z.B. Jira, Confluence oder Trello. Die AI fungiert gewissermaßen als virtueller Teamkollege, der Teams dabei unterstützt, ihre Produktivität zu steigern und effizienter zusammenzuarbeiten. Basierend auf OpenAI ermöglicht Atlassian, die Leistungsfähigkeit der Tools zu verbessern und den NutzerInnen ein nahtloses Arbeitsumfeld zu bieten.
Einige Vorteile der Atlassian Intelligence
- Anpassung auf die Atlassian Lösungen
- Integration in Atlassian Programme
- basierend auf Natural Language Processing (NLP)
- über alle Bereiche hinweg – von der Suche über die Navigation bis hin zur Erstellung von Inhalten und der Ausführung von Aufgaben
Warum lohnt sich der Einsatz von Atlassian Intelligence?
- Zeit & Ressourcen sparen
- Arbeitserleichterung
- einfachere Kreation von Strategien
- automatisch optimierte Berichte
- Verbesserung der Kommunikationswege
- erleichterte Erstellung von Inhalten
- smarte Suchfunktion
Nachfolgend möchten wir Ihnen ein paar Beispiele zeigen, wie AI bereits jetzt verwendet werden kann. Hier folgen in nächster Zeit weitere Features und Funktionen und AI wird auch in weiteren Tools aktiviert, wie Trello, Bitbucket oder Atlassian Analytics.
Beispiel: Confluence
Funktionen:
- Inhalte kreieren und transformieren
- Schreibstil verbessern
- Titel vorschlagen
- Grammatik verbessern
- Text kürzen
- Brainstorming
- Inhalte zusammenfassen
- Automatisierungen erstellen
- Begriffe definieren

Beispiel: Jira Service Management
Funktionen:
- Inhalte kreieren und transformieren
- Inhalte zusammenfassen
- Anfragetypen vorschlagen
- Antworten auf Kundenanfragen

Beispiel: Jira Software
Funktionen:
- Inhalte kreieren und transformieren
- nach Vorgängen suchen

Ab dem 6. Mai wird Atlassian Intelligence automatisch für alle Produkte der Premium- und Enterprise-Pläne aktiviert.
Hier geht es zum Atlassian Rechner.
Sie haben noch kein Premium? Dann kontaktieren Sie uns gerne! Als Platinum Solution Partner können unter anderem vergünstigte Zugänge anbieten!
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Wenn ich Sie frage, ob Sie schonmal von Spotify gehört haben, lautet Ihre Antwort bestimmt „Ja klar, wer kennt Spotify denn nicht?“. Spotify ist den meisten bekannt, denn den Audio-Streaming-Dienst nutzen wir, um Musik, Podcasts oder Hörbücher zu hören. Spotify begleitet uns als App auf dem Handy in unserer Freizeit, auf dem Weg zur Arbeit, im Wartezimmer beim Arzt und an vielen anderen Orten.
Doch wenn ich Sie nun frage, ob Sie schonmal von dem Spotify-Modell gehört haben? Wie lautet hier Ihre Antwort? Ich vermute etwas in die Richtung „Puh, gehört habe ich es eventuell schonmal, aber was das genau ist, keine Ahnung…“ – Macht gar nichts, denn in diesem Blogpost erkläre ich Ihnen das Spotify-Modell und wie es Organisationen bei agiler Skalierung unterstützen kann.
Spotify startete 2006 als Start-up in Schweden. Die Entwicklungsteams stützten sich auf agile Methoden wie das Scrum-Framework. Mit der Zeit ist die Organisation gewachsen und sie mussten sich neuen Herausforderungen stellen, wodurch ein neues Organisationsmodell, das Spotify-Modell, erschaffen wurde, um so eine agile Arbeitsweise nicht nur auf Teamebene sondern über die gesamte Organisation hinweg zu ermöglichen. Der Schwerpunkt wurde hierbei sehr stark auf Kultur und Netzwerk gesetzt. Das Spotify-Modell ist nicht als Framework zu verstehen, sondern es ist ein Beispiel zur Agile-Skalierung.
Wenn wir uns das Spotify-Modell im Detail anschauen, nutzen wir folgende Begriffe: Squads, Tribes, Chapters und Guilds. Was hinter den Namen steckt und wie sich diese jeweils zusammensetzen, erzähle ich Ihnen im folgenden Abschnitt.
Squads
Beginnen wir mit den Squads. Diese sind vergleichbar mit einem Scrum-Team und bilden die Grundlage des Spotify-Modells. Squads sind selbstorganisierte agile Teams, in denen alle notwendigen Ressourcen vertreten sind, die es benötigt, um ein Produkt oder eine Dienstleistung von Anfang bis Ende zu entwickeln. Natürlich verfügt jedes dieser Teams auch über einen Product Owner, der für das Backlog und die Priorisierung verantwortlich ist. Außerdem steht jedem Squad ein Agile Coach zur Verfügung, um das Team methodisch zu unterstützen und Events wie Retrospective oder Planning zu organisieren.
Tribes
Ein Tribe umfasst mehrere Squads, die gemeinsam an einem Produkt oder einer Dienstleistung arbeiten. Es gibt einen sogenannten Tribe Lead, der dafür sorgt, dass die Squads bestmöglich zusammenarbeiten können. Es gibt regelmäßige Treffen, bei denen sich die Squads untereinander austauschen können und ihre Arbeit präsentieren können, sodass alle auf dem aktuellsten Stand sind.
Chapters
Ein Chapter umfasst Mitarbeiter mit demselben Fachwissen. Diese sind verteilt auf die unterschiedlichen Squads innerhalb der Tribes. Auch Chapter verfügen über ein Chapter Lead, der regelmäßige Treffen organisiert um einen Austausch untereinander zu ermöglichen.
Guilds
Guilds wiederrum sind Zusammenkünfte von Mitarbeitern mit denselben Fähigkeiten oder Interessengebieten aus verschiedenen Tribes. Der sogenannte Guildkoordinator kümmert sich darum, dass Treffen stattfinden, bei denen sich die Mitglieder der Guilds austauschen können. Dies hat einen großen Vorteil für die Verbesserung der Organisation.

Nochmal kurz zusammengefasst
Nach dem Spotify-Modell wird eine Organisation in Tribes unterteilt, die verantwortlich für die Entwicklung eines Produkts oder einer Dienstleistung sind. Innerhalb eines Tribes werden Mitglieder mit unterschiedlichen Fachkenntnissen (Squads) zur eigenständigen Entwicklung eines Produktes oder einer Dienstleistung zusammengebracht. Außerdem werden Mitglieder mit denselben Fachkenntnissen zusammengebracht, sowohl innerhalb eines Tribes (Chapter) als auch tribe-übergreifend (Guilds) zum Erfahrungsaustausch zur Weiterentwicklung.
Anders als wir es von Frameworks wie beispielsweise Scrum kennen, gibt es keine Praktiken, die befolgt werden müssen oder verpflichtende Termine, die abgehalten werden müssen. Die Squads organisieren sich selbt, wie sie am besten ihre Arbeit erledigen. Das kann sowohl durch den Einsatz des Scrum-Frameworks, Kanban oder anderen Methoden passieren.
Ebenso bestimmen Chapters und Guilds selbst, wie sie ihre Zusammenarbeit am Besten gestalten möchten.
Jetzt können Sie auf die Frage, ob Ihnen das Spotify-Modell ein Begriff ist, vertraut mit einem Ja antworten.
Sie möchten mehr zu dem Thema erfahren? Wir helfen Ihnen gern.
Wir coachen Teams oder auch einzelne Mitarbeitende, damit Sie Ihr volles Potenzial in Ihrer Rolle im agilen Umfeld entfalten können.
Schreiben Sie uns einfach eine Nachricht und lassen Sie uns anfangen.
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Woran denken Sie, wenn Sie das Wort Kanban hören?
Vielleicht haben Sie während Ihres Studiums vom Ursprung der Methodik gehört und Sie denken nun an Toyota und Produktion? Oder aber Sie sind in Ihrem Arbeitsalltag bereits damit in Berührung gekommen, oder haben von anderen Teams gehört und denken nun an das Board mit den vielen Tickets?
Das alles ist richtig. Die Kanban-Methode hatte ihren Ursprung in der Produktion und wird heute sehr oft im Bereich der Software-Entwicklung eingesetzt.
Beginnen wir mal von Anfang an, was ist Kanban überhaupt und wie ist es entstanden?
Der Erfinder des Toyota-Produktionssystems, Taiichi Ohno, hat 1947 Kanban entwickelt und es handelt sich dabei um eine Umsetzung des als Pull-Prinzip bekannten Steuerungsverfahren in der Produktion.
Inspiriert wurde er dabei durch den Ablauf beim Befüllen der Regale in Supermärkten. Denn im Supermarkt werden gerade so viele Produkte gelagert, um die Nachfrage der Konsumenten zu befriedigen. Die Lagerbestände stimmen mit den Verbrauchergewohnheiten der Kunden überein. Dadurch wird vermieden, dass überschüssige Ware gelagert wird und Platz für benötigte Ware belegt wird. Es ist simpel und führt zu großer Effizienz bei der Lagerverwaltung.
Diesen Prozess hat Taiichi Ohno also nun in die Toyota-Produktion übernommen. Der Zyklus beginnt mit der Anlieferung der benötigten Materialien inklusive Kanban-Karte an die verbrauchende Stelle. Sobald die Materialien aufgebraucht wurden, wird die Kanban-Karte an die zuständige liefernde Stelle zurückgeführt. Hier beginnt die Produktion bzw. Beschaffung der benötigten Materialien in der angegebenen Menge und sobald dies erreicht wurde, werden die Materialien wieder inklusive Kanban-Karte an die verbrauchende Stelle gesendet. Damit wurde ein sich selbst steuernder Regelkreis ohne zentrale Planungsinstanz geschaffen.
Die bei diesem System genutzte Technologie hat sich natürlich in den letzten Jahre weiterentwickelt, aber dennoch bildet es den Kern der sogenannten Just-in-Time-Fertigung.

Wie wird Kanban heute in der Software-Entwicklung angewandt?
Prinzipiell ist die Kanban-Methode in jeder Branche einsetzbar aufgrund seiner zeitlosen Kernprinzipien, die nachfolgend im Detail erläutert werden. Im Bereich der Software-Entwicklung hat die agile Methode jedoch besondere Erfolge erzielt, denn hier sind keine Aufwände zur Umsetzung, wie beispielsweise die Veränderung physischer Prozesse, notwendig. Es wird lediglich ein Board mit Karten benötigt, welches durchaus virtuell abgebildet werden kann.
Übrigens, das Wort Kanban kommt aus dem Japanischen und heißt wörtlich übersetzt visuelles Signal.
Nicht ohne Grund ist Kanban neben Scrum eine der am weitesten verbreiteten agilen Management-Methoden. Damit die agile Methode aber auch richtig funktioniert, gehört doch etwas mehr als nur ein Board und Karten dazu.
Das Kanban-Board steht natürlich im Mittelpunkt. Es ist dafür da, die Aufgaben zu visualisieren und den Workflow des Teams zu optimieren. Ein einfaches Kanban-Board besteht aus den drei Schritten To-Do, in Progress, Done. Je nach Größe, Struktur und Ziele eines Teams kann der Workflow entsprechend erweitert oder angepasst werden. Die Kanban-Karten bilden die zu erledigenden Aufgaben ab und deren Fortschritt wird transparent am Board abgebildet. Die Kanban-Karten liefern Informationen zu der Art der Aufgabe, wer ist verantwortlich für die Aufgabe, wie lange dauert diese schätzungsweise etc.
Sie suchen Unterstützung zum Thema Kanban-Einführung?
Unsere Expert:innen im Bereich Teamwork Transformation bringen Sie weiter. Erfahren Sie hier mehr.
Doch was macht Kanban nun zu einem erfolgreichen Framework der agilen Arbeitsweise?
Dafür schauen wir uns nun die Prinzipien und Praktiken von Kanban an. Wenn diese neben dem Kanban-Board und seinen Karten verstanden und richtig eingesetzt werden, werden Sie schnell eine deutliche Verbesserung Ihrer Projekte hinsichtlich Schnelligkeit, Klarheit im Prozess und Zufriedenheit wahrnehmen.
Folgende Prinzipien sollten Sie unbedingt beachten:
- Beginnen Sie mit dem, was Sie jetzt tun
Es geht nicht darum, all Ihre Prozesse über den Haufen zu werfen und von „Null“ zu starten. Ganz im Gegenteil. Machen Sie genau dort weiter, wo Sie sich gerade befinden. Existierender Wert wird erkannt und Probleme, die Prozesse und Outcome behindern, werden adressiert. - Verfolgen Sie inkrementelle, evolutionäre Änderungen
Kanban erkennt, dass große Veränderungen schwer einzuführen sind und oft auf Gegenwind stoßen. Deshalb streben wir mit der Methode inkrementelle und evolutionäre Veränderungen an. - Berücksichtigen Sie aktuelle Prozesse, Rollen und Verantwortlichkeiten
Auch dieses Prinzip zeigt, dass Kanban nicht die grundlegenden Rahmenbedingungen einer Organisation von heute auf morgen verändert. Aktuelle Prozesse, Rollen und Verantwortlichkeiten werden respektiert und Verbesserungen werden in kleinen Schritten herbeigeführt. - Ermutigen Sie zu Führungsverantwortung auf allen Ebenen
Kanban erkennt die Stärke der Zusammenarbeit, erlaubt es aber gleichzeitig jedem zu handeln und die Führung einer Problemstellung zu übernehmen und dies zu adressieren.
Nachdem wir verstanden haben, welche Prinzipien hinter Kanban stecken, schauen wir uns nun die sechs Praktiken an, die uns dabei helfen, große Erfolge mit der Kanban-Methode zu erzielen.
- Machen Sie die Arbeit sichtbar
Um die Arbeit, den Workflow und Risiken zu visualisieren, dient das Kanban-Board. Die Arbeit wird durch die Karten am Board dargestellt, der Workflow wird durch die Spalten von links nach rechts beschrieben und die Risiken sind oft im Detail der Karten zu erkennen, aber oftmals auch visuell, wie beispielsweise durch zu viele Tickets in der Doing-Spalte. - Limitieren Sie den Work-in-progress (WIP)
Die Begrenzung des WIP führt dazu, dass nie zu viel und nie zu wenig Arbeit vorhanden sind, sodass genau die richtige Anzahl an Karten von den vorhanden Ressourcen bearbeitet werden kann. Erreicht wird das durch das Pull-Prinzip, bei dem neue Arbeit nur dann gezogen wird, wenn ausreichend Kapazitäten vorhanden sind. Damit dies funktioniert, muss das WIP-Limit gesetzt und angepasst werden. - Manage Flow
Flow meint die Bewegung der Arbeit durch den Workflow von links nach rechts. Der Projektmanager ist dafür verantwortlich, einen schnellen Durchfluss zu gewährleisten und gleichzeitig Blockaden und Risiken im Auge zu behalten. Je besser der Flow, desto effizienter arbeitet das Team. - Machen Sie Prozessregeln explizit
Damit alle in dieselbe Richtung blicken und Diskussionen rational und objektiv geführt werden können, braucht es Richtlinien. Diese müssen dokumentiert und mit allen geteilt werden. - Führen Sie Feedback-Mechanismen ein
Feedback und kontinuierliche Verbesserung sind ausschlaggebend bei Kanban wie auch bei allen anderen agilen Frameworks. In der Kanban-Methode eignen sich dafür die Meeting-Kadenzen, die Sie für sich angesetzt haben. Das einzig obligatorische Meeting ist das Daily Kanban. Hier geht es darum, täglich einen Blick auf den Flow zu werfen und Blockaden und Hindernisse zu erkennen und aus dem Weg zu räumen. Weitere Meetings, wie beispielsweise Refinement, Retrospective, Planning, oder Review werden bei Bedarf geplant. - Gemeinsam verbessern, experimentell weiterentwickeln
Bei Kanban gehen Zusammenarbeit und Experimente Hand in Hand, solange es Klarheit und Konsens darüber gibt, wie an Arbeit und Probleme herangegangen werden soll.
Also, starten Sie genau da wo Sie gerade sind, achten Sie auf die Prinzipien, wenden Sie die Praktiken an und erzählen Sie uns von Ihren Erfolgen!
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