Tipps für eine erfolgreiche Retro

24. Februar 2021

Nach jedem Sprintende steht sie für agile Teams als fester Termin an: Die Retrospektive oder auch kurz: Die Retro.

Unseren Consultants bei HiQ Projects fällt oft auf, dass dieser wichtige und kritisch betrachtete wiederkehrende Termin mit wenigen Handgriffen deutlich in punkto Effektivität und Effizienz verbessert werden kann.
Deshalb haben wir für Sie hier unsere drei Tipps zusammengestellt, mit denen Sie Ihre Retro sofort deutlich verbessern können:

 

  1. Alle Ergebnisse in Form von Tickets festhalten.

Die Retro wird manchmal als eine Art „Meckerbox“-Termin genutzt, in der sich Entwicklungsteams gegenseitig darin bestätigen können, was falsch läuft.
Prinzipiell ist das nicht einmal etwas Schlechtes – die Retro ist unter anderem auch dafür gut und so kommen Impediments in der Entwicklung schnell zutage.

Aber wichtig ist, für alle Impediments anschließend ein Story- oder Aufgaben-Ticket zu erstellen und dieses auch klar einer Person zuzuordnen, die dieses Impediment aus dem Weg räumen wird. Nicht immer kann dies ein Teamlead oder Scrum-Master übernehmen.
Wenn in der darauffolgenden Retro die Impediments betrachtet und nachweislich als behoben angesehen werden können, dann schafft dies ein echtes Empowerment für das Team und sorgt dafür, dass die Retro als angenehmer Termin des Fortschritts und nicht als negativer Termin der Beschwerde herhält.

 

  1. Auf die Einhaltung des Termins ausnahmslos bestehen.

„Ach ja, wir haben Retro. Wie ist es denn, hat jemand ein Thema?“ – diese Frage wird gerne kurz vor dem Termin gestellt. Mit der Frage geht aber implizit einher, dass die Retro kein Regeltermin, sondern ein Bedarfstermin sei, der nur stattfindet, wenn jemand wirklich „ein Thema“ hat.

Bestehen Sie auf die Regelmäßigkeit des Termins. Unserer Erfahrung nach hat immer jeder ein Thema für die Retro, sobald diese einmal angefangen hat. Gerade die Termine, in denen vorher niemand so richtig ein Thema hatte, können am Ende noch mit lebhaften Diskussionen über ein Problem enden, das aber nicht angesprochen worden wäre, wäre der Termin verschoben oder übergangen worden.

 

  1. Eine Retro-Box verwenden.

Wenn es eine (virtuelle oder physische) Box gibt, in die (anonym oder nicht-anonym) Themen während des laufenden Sprints eingeworfen werden können, dann verkürzt dies zum einen die Zeit, die in der Retro auf das Verfassen der Agenda aufgewandt werden müsste.
Zum anderen sorgt es dafür, dass man keine Themen vergisst, die einen zwar immer wieder im Arbeitsalltag ärgern, einem zwei bis drei Wochen später bei der Retro dann aber nicht mehr einfallen, weil man sich inzwischen wieder ganz anderen Dingen zugewandt hat.

Gerade die kleinen, aber nervigen Impediments, kosten so über einen langen Zeitraum Nerven, Laune und damit effektiv Geld und somit kann Ihr Team durch eine Retro-Box nur profitieren – vorausgesetzt, sie wird auch genutzt 😉

 

Das sind unsere drei Tipps für eine erfolgreiche Retro für Sie.

Wenn Sie Unterstützung in punkto Qualitätssicherung – auch bei Ihren Retros – durch einen unserer Consultants wünschen
oder Fragen zu dem Thema haben,
nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf Sie!